Das Essen in der Cafeteria

Hallo allerseits!

[BILDUPDATE FOLGT]

Nach sechs unglaublich langen Schulstunden freut sich jeder Schüler (oder auch Lehrer) auf eine verdiente Mittagspause mit leckerem Essen, das man sich in der Schulcafeteria für ein paar Euros kaufen kann. Doch kaum hat man sich sein gewünschtes Mittagessen gekauft, da bereut man es auch schon, denn was dann vor einem liegt, ist nicht das, was man seinen Augen oder gar Geschmacksnerven antun möchte…

Dieser Beitrag wird hauptsächlich meine Erfahrungen mit der Schulcafeteria beinhalten. Es ist gut möglich, dass die Situation an anderen Schulen anders ist. Also kommen wir zum wesentlichen Thema dieses Beitrags.

Zuerst einmal möchte ich die Hygiene ansprechen. Uns allen ist bekannt, das ein Lebensmittelverkäufer sehr stark auf die Sauberkeit seines Ladens achten muss und heruntergefallenes Essen oder derartiges nicht an den Kunden verkauft werden darf. Bei Einhaltung der 3-Sekunden-Regel ist das natürlich ein anderes Thema. Hier wird es nicht allzu genau genommen. Während die ein oder andere Regel eingehalten wird, wie z.B. das Nutzen eines Handschuh oder einer Brotzange, um Gebäck zu verkaufen, werden manche weitaus wichtigere vernachlässigt. Letztens habe ich beobachten müssen, wie ein Siedewürstchen halb in die Ritze zwischen Mikrowelle und dem Schrank gefallen ist, aber es hat ja niemand gesehen, deswegen wird’s verkauft und außerdem lag es nur 2,99 Sekunden in der Ritze. Keine große Ursache! Hier hast du dein Siedewürstchen. Huch, jetzt ist mir noch das Brötchen in die Mülltonne fallen. Ich Tollpatsch! Lass mich es nur schnell rausholen. Nur 2,94 Sekunden…ein neuer Rekord! Bitteschön, dein Siedewürstchen. Das macht dann *überteuerten Preis einfügen*, bitte. Okay, ich geb’s zu, das war etwas zu sehr übertrieben, aber die Story mit dem Siedewürstchen stimmt!

Ach und wo wir ja schon bei Preisen sind…es ist allgemein bekannt, dass das Essen in den meisten Schulcafeterias nicht das beste ist und dafür habe ich Verständnis bis zu einem gewissen Grad, ABER wenn das Essen schlecht und dazu noch überteuert ist, dann muss irgendetwas falsch sein! Berliner für 1,10€! Kaltes Schnitzelbrötchen für 2,00€! Einback für 70 oder 80 Cent! Siedewürstchen (mit und ohne Brötchen) für 1,80€! Geht’s noch teurer? Ja. Immer. Allerdings sind diese Preise, die eigentlich auf Schüler angepasst sein sollten, schon viel zu teuer. Das beste kommt noch: 40 Cent für vier saure Gummibärchen! Geilo, ich nehm‘ gleich zehn, dann hab ich vierzig saure für 4,00€! Was für ein Schnäppchen. Aldi/Lidl/Rewe und all die anderen Supermärkte sollten sich mal eine Scheibe von denen abschneiden. Ich verstehe einfach nicht, wie die Leute es übers Herz bringen, diese überteuerten Süßigkeiten an Kinder zu verkaufen. Besonders bei den Süßwaren gibt es ständig Kinder (meist Fünft- und Sechstklässler), die regelmäßig dort kaufen. Nach ein paar Jahren werden die dann merken, wie teuer diese doch waren. Für knapp 1,00€ bekommt man in einem Supermarkt ja schon eine ganze Tüte voller Naschzeug. Hier in der Cafeteria wären es höchsten 10 saure oder 20 normale Süßigkeiten.
Des Weiteren muss man natürlich für eine Plastikgabel ganze 20 Cent bezahlen und wenn man mal nach einer zweiten Serviette fragt, wird man schief angeguckt. Es ist fast so, als ob sie sogar für die Servietten 10 Cent verlangen wöllten, aber das ginge zu weit. Als ob die überteuerten Preise diese zwei Gabeln oder Servietten nicht schon ausgleichen würden…
Also wo die die Kunst des Ausnehmens gelernt haben, da würde ich auch mal gerne hin. Das ist ehrlich gesagt einfach eine bodenlose Frechheit.

Nun zum Essen selbst. Wie bereits erwähnt ist auch das Essen in dieser Cafeteria grässlich und ekelerregend. Bei den Tagesmenüs gibt es meistens immer eine große und kleine Portion (und das an manchen Tagen sogar preiswert! +1 Goldstern). Diese Menüs werden in der Mikrowelle aufgewärmt, schließlich muss es ja ausnahmsweise das Geld wert sein. Es kann aber auch immer sein, dass das  Essen nicht frisch ist, sondern noch von einem Tag davor ist (sehr ökonomisch übrigens! Gefällt mir, wenn es schmecken würde). Der Speiseplan ist sehr abwechslungsreich, d.h. jeden  Montag: Suppe, jeden Dienstag: Currywurst von gestern zusammen mit ekliger Sauce etc. An manchen Wochen gibt  es die sogenannten Highlights, wie z.B. Wraps, die natürlich vorzüglich und gleichzeitig preiswert zu erwerben sind…Jedes Mal, wenn etwas ansatzweise dezentes auf dem Speiseplan steht, fühlt man sich geradezu verpflichtet jemand anderen zu fragen, wie es aussieht und ob es denn überhaupt schmeckt. Tut man dies nicht, bereut man den Kauf schon Sekunden nachdem Öffnen der Aluminiumverpackung. Beim Anblick der Mahlzeit kommt einen, milde ausgedrückt, das Essen von vor zwei Wochen wieder hoch. Obwohl der Schein manchmal auch trügen kann. Abgesehen vom fettüberströmten Esseneinzelner Härchen, Aluminiumstückchen und unidentifizierbaren Teilchen, schmeckt es hin und wieder gut. Nur leider heißt es doch so schön: „Das Auge isst immer mit.“ Vielleicht ist das Essen nur halb so schlecht, wenn man mal ein Auge zudrückt. 😀
Derzeit wird darüber diskutiert, ob man vielleicht nicht die Haltbarkeitsdaten von den Lebensmitteln entfernen soll, da viele Sachen beim Ablauf dieses Datums weggeworfen werden. Ich finde, dass man es bei manchen Nahrungsmitteln machen könnte, wie z.B. bei Weißbrot oder generell Sachen, bei denen man sieht, dass es eindeutig abgelaufen und nicht mehr essbar ist. Deswegen ist es auch nicht schlimm, dass mal ein abgelaufenes Duplo verkauft wird. Handelt es sich bei diesem besagten Duplo jedoch um ein bereits einjähriges abgelaufenes Exemplar, dann sollte man es, meiner Meinung nach, entsorgen. Bei Fleischprodukten oder ähnlichem würde ich das Haltbarkeitsdatum weiterhin bestehen lassen, denn da weiß man nie genau (außer am Geruch, wenn man ein Gespür dafür hat oder es ist schon so alt, dass es schon sichtbar ist), ob es noch essbar ist oder nicht.
Erst letztens hat mir eine Freundin erzählt, dass sie von einem Hähnchenburger aus der Cafeteria krank wurde…da fragt man sich schon, ob man dem Fertigessen dort trauen kann.

Insgesamt betrachtet ist die Cafeteria an meiner Schule ein Witz. Neben manchen Ausnahmen sind die Mahlzeiten dort die meiste Zeit unerträglich. Da kauft man sich lieber etwas Preiswertes beim Hausmeister, der in der Mittagspause leider zu wenig übrig hat, oder besser: Man nimmt sich von zu Hause etwas mit, denn das ist leckerer und gleichzeitig günstiger ;-). Der einzige kleine Trost ist, dass zumindest die Verkäuferinnen einigermaßen freundlich sind, obwohl ich es bei einzelnen Personen zu zweifeln wage. Früher war die Cafeteria weitaus besser. Man bot uns heißgekochtes Wasser an, sodass wir uns Instant-Nudeln oder 5-Minuten-Terrinen selber kochen konnte, doch jetzt wird dies nicht mehr gemacht, denn sonst würden ja alle nur noch diese selbstmitgebrachten Fertiggerichte mitnehmen und sie würden kein Profit mehr machen…

 

Wie ist die Lage in euren Schulcafeterias? Genauso schlecht? Das genaue Gegenteil? Schreibt in die Kommentare, was ihr davon haltet!

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